Vom 6. bis 8. Februar 2026 haben wir zum zweiten Mal die Türen für unsere Hausmesse geöffnet – und was im Vorjahr als Experiment begann, ist in diesem Jahr richtig groß geworden.
Über 950 von euch hatten sich angemeldet, verteilt auf drei Tage. Dazu kamen 42 Promotoren aus der Industrie und unser gesamtes Team: rund 62 Menschen, die diese Messe für euch bespielt haben.
Wir haben uns räumlich vergrößert, drei zusätzliche Büros freigeräumt und deutlich mehr Marken an den Start gebracht als 2025.
Besonders gefreut hat uns, wie weit einige von euch angereist sind – Stuttgart, München, Berlin, Dortmund. Das ist alles andere als selbstverständlich.

Über 50 Marken in unseren Studios
In jedem Raum stand ein eigenes Setup – und zwar bewusst nicht nur im obersten Preissegment. Vom Einstieg über die Mittelklasse bis zum Ultra-High-End war alles vertreten, dazu Plattenspieler, Kopfhörer, Streaming-Lösungen und Heimkino.
Neben vielen bekannten Gesichtern aus dem Vorjahr waren auch Marken dabei, die wir neu ins Sortiment genommen haben – und einige, die wir sonst gar nicht führen, euch aber trotzdem einmal zeigen wollten.




Das High-End-Highlight: eine Anlage für rund 200.000 €
Im großen Hörraum im ersten Obergeschoss stand in diesem Jahr etwas, das man selbst auf großen Messen selten in Ruhe hören kann.
Herzstück waren die Dali Kore – 226 Kilogramm pro Lautsprecher. Wir haben sie zu siebt nach oben getragen. Angetrieben wurden sie von T&A M 40 HV Monoblöcken, die uns T&A leihweise zur Verfügung gestellt hat. Als Quelle spielte der T+A Streaming Vorverstärker PSD 3100 HV, sowie ein wunderschöner Clearaudio Innovation Plattenspieler. Verkabelt war alles mit hochwertigen Kabeln von Audioquest.
Die Anlage wurde bereits im Januar aufgebaut und wochenlang eingespielt, damit sie zur Messe wirklich auf den Punkt spielt. Ob man sich so etwas leisten kann oder nicht: Es einmal zu erleben, ist eine eigene Erfahrung – und genau die wollten wir euch ermöglichen.
Standlautsprecher · Endverstärker · Vorverstärker · Plattenspieler


Zwei Heimkinos – vom Wohnraum bis zur Referenz
Wie im Vorjahr liefen bei uns zwei komplett unterschiedliche Heimkino-Konzepte parallel.
Im Wohnraumkino spielte ein Monitor Audio Gold-Set an einem Onkyo AV-Verstärker und zeigte, wie sich echtes Kinofeeling auch in einen normalen Wohnraum integrieren lässt.
Daneben sorgte unser Referenzkino für die großen Momente: enorme Dynamik, tiefer Bass und ein Klangbild, das man nicht nur hört, sondern im ganzen Körper spürt. Wenn dort eine Vorführung startet, merkt man schnell, warum Heimkino mehr ist als nur ein großes Bild.
Für eine Beratung und Vorführung bitten wir um eine Terminvereinbarung.

Analog, Vinyl und Kopfhörer
Auch der Analogbereich hatte auf den Fidelity Days dieses Jahr noch mehr zu bieten. Clearaudio war mit verschiedenen Laufwerken und Plattenwaschmaschinen vertreten, während Transrotor einige seiner beeindruckenden Plattenspieler zeigte. Ergänzt wurde das Ganze durch Modelle von Pro-Ject und Rega.
Technics war sogar mit einem eigenen Raum vertreten. Dort konnten die Besucher die Produkte der Marke in Ruhe erleben und sich ausführlich mit den unterschiedlichen Lösungen beschäftigen.
Und wer lieber ganz für sich hört, wurde ebenfalls fündig: Im Kopfhörerbereich standen unter anderem Modelle von HiFiMAN, Dali, DanClark Audio und T+A bereit – zum Ausprobieren, Vergleichen und einfach einmal länger Hören.



Plattenspieler · Tonabnehmer · Kopfhörer
Workshops – Wissen aus erster Hand
An Freitag und Samstag liefen jeweils sechs Workshops, am Sonntag drei. Die Plätze waren jedes Mal innerhalb kürzester Zeit vergeben – und in einem Fall saßen statt der geplanten 14 Teilnehmer rund 35 im Raum.
Falls ihr nicht dabei wart oder noch einmal reinschauen möchtet: Wir haben jeden Workshop auf Video festgehalten.
Raumakustik & Aufstellung
Roland Hoffmann erklärt, warum Lautsprecher zu Hause anders klingen – und was Aufstellung, Absorber und digitale Einmessung wirklich leisten.
So entsteht ein MC-Tonabnehmer
Stefan Kmuch von Clearaudio zeigt den Aufbau vom Nadelträger bis zur Goldspule – und die Teilnehmer durften selbst unter dem Mikroskop Hand anlegen.
Wie wichtig ist die Phono-Vorstufe?
Norbert Lehmann über RIAA-Entzerrung, Impedanzanpassung und die Frage, wie viel Budget die Vorstufe im Verhältnis zum Tonabnehmer verdient.
Vom Klingeldraht zum High-End-Kabel
Stefan Thewes vergleicht vier Lautsprecherkabel live an derselben Anlage – vom Baumarkt-Draht bis zum aktuellen AudioQuest.
Lautsprecherkabel · Phono-Vorverstärker
Special Guest: Angelo Kelly über analoge Aufnahme
Am Freitagmittag hatten wir einen Gast, dessen Namen wir vorher bewusst nicht verraten haben: Angelo Kelly war für zwei Stunden im High-End-Raum – und hat dort etwas mitgebracht, das man selten aus erster Hand erklärt bekommt.
Sein neues Album "Alive" ist konsequent analog entstanden. Und „konsequent" heißt in diesem Fall wirklich konsequent: Es gibt in Europa nur wenige Studios, in denen jeder einzelne Schritt analog bleiben kann. Viele haben ein analoges Pult, nehmen aber digital auf – oder umgekehrt. Angelo Kelly hat das Album außerhalb von Köln aufgenommen, mit sechs Musikern gemeinsam in einem Raum, jeder Song in einem einzigen Take. Nichts wurde nachträglich ergänzt, nichts korrigiert. Selbst digitale Effektpedale mussten weichen.
Nach dem Mischen gingen die Zweispur-Bänder nach Los Angeles zu Mastering-Ingenieur Chris Bellman, wo direkt vom Band auf die Lacquers geschnitten wurde. Gepresst wurde in Deutschland. Erschienen ist das Album in zwei Varianten – einer regulären 33er-Pressung und einer auf zwei Platten verteilten 45er-Version in kleiner Auflage. Sein eigenes Fazit zum Vergleich: Die 45er atmet etwas mehr, dafür muss man häufiger aufstehen.
Im Anschluss hat er zwei Titel über die Anlage gespielt und die Fragen aus dem Publikum beantwortet – von Auflagenhöhen über Testpressungen bis zur Dauer des gesamten Prozesses. Das komplette Gespräch gibt es hier:
Live-Musik: Luna Keller am Samstagabend
Einen Live-Act hatten wir im Vorjahr nicht – in diesem Jahr wollten wir das unbedingt ausprobieren. Am Samstag ab 17:30 Uhr spielte Luna Keller bei uns im Erdgeschoss, mit Blick aus dem ersten Stock.
Ihre Musik kennen viele von euch, ohne es zu wissen: Sie läuft seit Jahren in unseren Videos als Klangbeispiel. Umso schöner, sie einmal live zu erleben.
Eine Besonderheit gab es obendrein: Beim Soundcheck am Vortag hatte sich Norbert Lehmann kurzerhand mit seiner Gitarre danebengesetzt – und spielte am Abend bei zwei Titeln spontan mit. Zwischendurch hat sie mit dem Publikum aus zugerufenen Wörtern einen Song improvisiert. „Fidelity" war eines davon.



Verpflegung – mit einem ganz besonderen Grillmeister
Draußen im beheizten Zelt gab es auch in diesem Jahr Verpflegung – und eine Premiere, die so wohl auf keiner anderen HiFi-Messe stattgefunden hat.
Robert Suchy am Grill. Der Inhaber von Clearaudio hat es sich nicht nehmen lassen, selbst Nürnberger Bratwürste zu grillen. Nach dem Motto: Hier arbeitet der Chef noch selbst. Die Einnahmen sind gespendet worden.
Burger, Kaffee und frische Waffeln. Lukes Outback Burger war nach dem Erfolg im Vorjahr wieder dabei – diesmal an allen drei Tagen. Dazu gab es Kaffeespezialitäten, Softdrinks und frisch gebackene Waffeln.
Alles auf einen Blick. Am Empfang gab es wieder einen gedruckten Lageplan mit allen Räumen und Vorführzeiten – und dort konnte man sich direkt für die Workshops eintragen.
Danke – und bis zum nächsten Mal
Am Ende bleiben von drei Messetagen vor allem die vielen Begegnungen und Gespräche.
Deshalb möchten wir uns bei allen bedanken, die die Fidelity Days möglich gemacht haben: bei euch als Besuchern, bei den 42 Promotoren und den beteiligten Vertrieben – von denen einige sogar mit ihren Geschäftsführern persönlich vor Ort waren – und natürlich bei unserem gesamten Team.
Besonders schön war für uns zu sehen, wie überall im Haus gehört, verglichen, diskutiert und ausprobiert wurde. Genau darum geht es bei den Fidelity Days: Menschen zusammenzubringen, die sich für Musik, Hi-Fi und Heimkino begeistern, und die Produkte nicht nur zu zeigen, sondern wirklich erlebbar zu machen.
Und nach den Fidelity Days ist vor den Fidelity Days: Die nächste Ausgabe ist bereits in Planung und wir freuen uns jetzt schon darauf, euch wieder bei uns in Rellingen begrüßen zu dürfen.
Herzliche Grüße vom Fidelity-Team




PS: Für alle, die nicht dabei sein konnten: Wir haben wieder einen kompletten Rundgang gedreht – mit allen Räumen, Interviews und Eindrücken vom Wochenende.






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