Am 7. Oktober 2026 wurde es bei uns in Rellingen etwas technischer: Gemeinsam mit Kambiz Hashemi von in-akustik haben wir zwei Workshops rund um das Thema HiFi-Kabel veranstaltet.
In bewusst kleiner Runde ging es dabei nicht nur um Produkte, sondern vor allem um die Fragen dahinter: Wie entwickelt in-akustik seine Kabel? Was ist bei Aufbau und Isolation wichtig? Und wie sollte man Kabel sinnvoll vergleichen?
Für den technischen Teil war außerdem Holger Wachsmann, Kabelentwickler bei in-akustik, live per Videocall zugeschaltet und konnte viele Fragen direkt aus Entwicklersicht beantworten.
Ein Einstieg in die Welt von in-akustik
Kambiz Hashemi eröffnete die beiden Workshops mit einem Einblick in die Geschichte und Philosophie von in-akustik.
Dabei ging es auch darum, wie sich das Unternehmen dem Thema Kabel grundsätzlich nähert und welche Rolle nachvollziehbare technische Zusammenhänge bei der Entwicklung spielen.
Ein Punkt wurde dabei besonders deutlich: in-akustik möchte bewusst kein „Voodoo“ betreiben. Nach eigener Aussage werden nur konstruktive Maßnahmen eingesetzt, deren Wirkung technisch nachvollziehbar beziehungsweise messbar ist – und die sich im Idealfall anschließend auch im Hörvergleich wiederfinden lässt.
Wie vergleicht man Kabel sinnvoll?
Ein zentrales Thema von Kambiz war die Frage, wie man Kabel überhaupt sinnvoll vergleichen sollte.
Statt ständig zwischen zwei Kabeln hin und her zu wechseln und in kurzen A/B-Vergleichen nach Unterschieden zu suchen, empfiehlt in-akustik einen deutlich entspannteren Ansatz.
Das neue Kabel sollte zunächst für etwa eine Woche dauerhaft in der eigenen Anlage bleiben. In dieser Zeit hört man ganz normal Musik – zu unterschiedlichen Tageszeiten, in verschiedenen Stimmungen und mit ganz unterschiedlichem Musikmaterial.
Die Idee dahinter: Man gewöhnt sich zunächst an das neue Setup und bekommt ein Gefühl dafür, wie sich die eigene Anlage damit über einen längeren Zeitraum verhält.
Erst nach dieser Phase wird wieder auf das bisherige Kabel zurückgewechselt. Dann lässt sich aus Sicht von in-akustik besser beurteilen, ob überhaupt ein Unterschied wahrgenommen wird – und vor allem, welche Variante einem persönlich besser gefällt.
Ein Blick in die Entwicklung
Für den technischen Teil der Workshops schalteten wir Holger Wachsmann live per Videocall dazu.
Er gab Einblicke in die Entwicklung der in-akustik Kabel und zeigte dabei auch verschiedene Kabelquerschnitte und Konstruktionsdetails, die man im fertigen Produkt normalerweise nicht zu sehen bekommt.
Ein Schwerpunkt lag dabei auf der AIR-Serie von in-akustik und der Frage, warum dort so konsequent mit Luft als Isolationsmedium gearbeitet wird.
Warum Luft als Isolation?
Bei der AIR-Serie verfolgt in-akustik das Ziel, die Leiter möglichst wenig mit festen Isolationsmaterialien zu umgeben.
Stattdessen werden die Leiter konstruktiv so geführt, dass sie zu einem großen Teil von Luft umgeben sind. Hintergrund ist der Ansatz, unerwünschte elektrische Einflüsse der Isolation auf das Signal möglichst gering zu halten.
Holger erklärte im Videocall, wie diese Konstruktionen entstehen, welche Überlegungen bei der Entwicklung eine Rolle spielen und warum die Geometrie des Kabels dabei ebenso wichtig ist wie die verwendeten Materialien.
Messen, entwickeln und anschließend hören
Spannend war auch der grundsätzliche Entwicklungsansatz von in-akustik.
Neue Ideen werden nicht allein nach Höreindruck umgesetzt. Entscheidend ist zunächst, dass sich ein technischer Effekt nachvollziehen und messen lässt.
Erst anschließend wird geprüft, ob sich diese Veränderung auch beim Musikhören bemerkbar macht. Genau diese Verbindung aus technischer Entwicklung, Messung und praktischem Hörvergleich bildet nach Aussage von in-akustik die Grundlage für die eigenen Kabelkonzepte.
Warum Kabel eingespielt werden sollten
Auch das Thema Einspielen von Kabeln durfte natürlich nicht fehlen.
in-akustik empfiehlt, neuen Kabeln zunächst eine gewisse Betriebszeit zu geben, bevor ein abschließender Vergleich vorgenommen wird.
Auch deshalb passt dieser Ansatz zum zuvor beschriebenen Hörtest: Das neue Kabel bleibt zunächst für mehrere Tage in der Anlage, bevor wieder auf die vorherige Verbindung zurückgewechselt wird.
Im Workshop wurde erläutert, welche Erfahrungen in-akustik dabei in Entwicklung und Praxis gesammelt hat und warum das Unternehmen diesen Zeitraum beim Testen berücksichtigt.
Fragen direkt an den Entwickler
Gerade durch die kleine Teilnehmerzahl blieb in beiden Sessions viel Zeit für persönliche Fragen.
Während Kambiz Hashemi die Themen vor Ort einordnete und den praktischen Bezug herstellte, konnte Holger Wachsmann technische Fragen direkt aus Entwicklersicht beantworten.
So entstand ein offener Austausch über Kabelaufbau, Isolation, Entwicklung, Messungen und natürlich die Frage, wie man Unterschiede in der eigenen Anlage am besten selbst beurteilt.
Vielen Dank für zwei spannende Workshops
Vielen Dank an alle, die an unseren beiden Sessions teilgenommen und ihre Fragen mitgebracht haben.
Ein besonderes Dankeschön geht an Kambiz Hashemi für die Begleitung der Workshops vor Ort sowie an Holger Wachsmann für die technischen Einblicke direkt aus der Entwicklung.
Für uns war es ein spannender Nachmittag, bei dem es weniger darum ging, einfach Kabel zu präsentieren, sondern vielmehr darum, zu verstehen, wie in-akustik entwickelt, wie dort verglichen wird und welche technischen Überlegungen hinter den Produkten stehen.
Wir freuen uns schon auf den nächsten Workshop bei Fidelity.






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