Multiroom klingt nach einer Frage der Lautsprecher – ist aber in Wahrheit eine Frage des Systems. Denn sobald du dich für ein Ökosystem entschieden hast, entscheidest du damit auch, welche Geräte du in den nächsten Jahren dazukaufen kannst, wie gut es klingt, wie es sich bedienen lässt und wie weit du es nach oben ausbauen kannst. Die einzelnen Lautsprecher sind austauschbar. Das System darunter ist die eigentliche Weichenstellung.

Und genau da liegt der Knackpunkt: Ein späterer Wechsel des Systems ist teuer, weil er bedeutet, praktisch die ganze Hardware zu ersetzen. Deshalb lohnt es sich, diese eine Entscheidung vorne sorgfältig zu treffen – und nicht beim erstbesten Namen zu bleiben, den man kennt.

Dieser Ratgeber stellt die wichtigsten Systeme vor, ordnet sie ein und hilft dir herauszufinden, welches zu dir passt. Ohne Sieger – aber mit klaren Unterschieden, denn ohne die hilft dir kein Überblick weiter.

Inhalt

  1. Was Multiroom eigentlich kann
  2. Die eine Frage, die alles bestimmt: offen oder geschlossen
  3. Sonos – der bequeme Allrounder
  4. Die Audiophilen: MusicCast, HEOS und BluOS
  5. WiiM – der Newcomer mit Ansage
  6. Die Spezialisten und die offenen Wege
  7. Die vier Kriterien, die wirklich zählen
  8. Kann ich Systeme kombinieren?
  9. Für wen was passt
  10. FAQ

Was Multiroom eigentlich kann

Der Grundgedanke ist simpel: Musik in mehreren Räumen, gesteuert über eine einzige App. In der Praxis heißt das dreierlei.

Du kannst überall dasselbe hören – dieselbe Playlist synchron in Küche, Wohnzimmer und Bad, ohne Zeitversatz. Du kannst in jedem Raum etwas anderes hören – Radio in der Küche, Vinyl im Wohnzimmer, Hörbuch im Schlafzimmer. Und du kannst Räume flexibel zu Gruppen zusammenfassen und wieder trennen, je nachdem, wo gerade Leben ist.

Dazu kommt bei den meisten Systemen: Streamingdienste direkt integriert, deine eigene Musik im Netzwerk abspielbar, und oft die Möglichkeit, auch Fernsehton oder einen Plattenspieler einzubinden. Multiroom ist damit längst mehr als „Musik in mehreren Zimmern" – es ist für viele die zentrale Steuerung der ganzen Musik im Haus.

Die eine Frage, die alles bestimmt: offen oder geschlossen

Bevor wir zu den einzelnen Systemen kommen, die wichtigste Unterscheidung überhaupt – an ihr entscheidet sich am meisten.

Geschlossene Systeme stammen von einem Hersteller und funktionieren nur mit dessen Hardware. Der Vorteil: Alles ist perfekt aufeinander abgestimmt, die Bedienung ist aus einem Guss, es kann nichts „nicht zusammenpassen". Der Preis dafür: Du bist auf das Angebot dieses einen Herstellers festgelegt. Was er nicht baut, gibt es für dich nicht.

Offene Systeme umfassen mehrere Marken oder lassen sich mit fremder Hardware kombinieren. Der Vorteil: mehr Auswahl, mehr Freiheit, mehr Möglichkeiten, klanglich nach oben zu gehen. Der Preis: Es will etwas bewusster zusammengestellt werden.

Die Systeme in diesem Ratgeber ordnen sich auf genau dieser Achse ein – von sehr geschlossen bis sehr offen. Behalt das im Hinterkopf, während wir sie durchgehen.

Sonos – der bequeme Allrounder

Fangen wir mit dem Namen an, den fast jeder kennt. Sonos hat Multiroom für den Massenmarkt gemacht, und das merkt man dem System an: Es ist ausgereift, es ist einfach, und es deckt fast jeden Anwendungsfall ab.

Die Produktpalette deckt alles wichtige ab – von kleinen Lautsprechern über Soundbars, Subwoofer bis hin zu einem Streamer, mit dem sich eine bestehende Anlage Sonos-fähig machen lässt, und einem Verstärker, der vorhandene passive Lautsprecher einbindet. Wer eine unkomplizierte, gut bedienbare Lösung sucht, die sich in jedem Raum ergänzen lässt, ist hier richtig aufgehoben.

Ehrlich eingeordnet gehört Sonos aber klar in den Consumer-Bereich. Es klingt ordentlich, macht im Alltag viel Freude – aber audiophil ist es nicht, und es ist auch nicht dafür gemacht. Der Verstärker etwa (Sonos Amp) ist eine praktische Einstiegslösung, kein Gerät für den anspruchsvollen Hörer. Wer Sonos an dem misst, wofür es gedacht ist – Komfort, Bedienung, Musik im ganzen Haus ohne Nachdenken –, wird zufrieden sein. Wer das letzte an Klang oder den Weg nach oben sucht, wird die Grenzen spüren.

Sonos ist außerdem ein geschlossenes System: nur Sonos-Hardware, keine Fremdgeräte. Das macht die Bedienung wunderbar einfach, legt dich aber fest.

Zur App, über die viel gesprochen wurde: Sonos war so früh dran, dass zwischen den ersten Multiroom-Produkten und heute technisch Welten liegen. Dass dabei einzelne ältere Geräte irgendwann nicht mehr mitgezogen werden konnten, ist weniger böser Wille als die Kehrseite davon, ein Pionier gewesen zu sein – die Entwicklung in diesem Bereich ist schlicht enorm. Für einen Neukauf heute spielt das kaum eine Rolle.

Sonos passt zu dir, wenn: Bequemlichkeit und einfache Bedienung ganz oben stehen, du eine vertraute Lösung willst und Klang für dich „gut genug" statt „das Maximum" heißen darf.

Ins Sortiment: Sonos System

Die Audiophilen: MusicCast, HEOS und BluOS

Jetzt wird es für alle interessant, denen Klang wichtiger ist als der bekannteste Name. Diese drei Systeme haben etwas gemeinsam: Sie beherrschen das übliche Multiroom, gehen aber klanglich deutlich weiter nach oben – bis in den hochwertigen und teils den High-End-Bereich. Hi-Res-Wiedergabe, ernstzunehmende Verstärker und Streamer, und die Möglichkeit, richtig gute Lautsprecher anzubinden.

Sie unterscheiden sich vor allem darin, wie offen sie sind und wie weit ihr Kosmos reicht.

MusicCast (Yamaha)

MusicCast ist nicht nur ein Multiroom-System, sondern Yamahas gesamtes Streaming. Und das ist die eigentliche Stärke: Praktisch jedes streamingfähige Yamaha-Gerät wird damit Teil des Systems – ob AV-Receiver, Soundbar, HiFi-Verstärker oder die neuen Aktivlautsprecher. Damit deckt MusicCast eine enorme Bandbreite ab, von der Küche bis ins vollwertige Heimkino, alles unter einem Dach.

Der Haken ist derselbe wie bei Sonos: Es ist an eine Marke gebunden. Dafür ist diese Marke Yamaha, mit einer riesigen und über Jahrzehnte gewachsenen Produktwelt. Wer ohnehin zu Yamaha tendiert oder schon Yamaha-Geräte hat, bekommt hier ein bruchlos integriertes System über alle Bereiche hinweg.

Ins Sortiment: MusicCast System

HEOS (Denon und Marantz)

HEOS funktioniert ähnlich umfassend wie MusicCast, hat aber einen entscheidenden Vorteil: Es umfasst gleich zwei Marken, Denon und Marantz. Damit ist es breiter aufgestellt – von zugänglichen Denon-Geräten bis hinauf in den echten Premium-Bereich, wie ihn Marantz mit seinen Spitzenprodukten bedient, etwa der 10er-Serie, den Horizon oder den großen AV-Vor-/Endstufen-Kombinationen.

HEOS steckt in AV-Receivern, Streamern, Verstärkern und Lautsprechern beider Marken – man kann also ein ganzes Haus damit ausstatten und dabei je nach Raum und Anspruch unterschiedlich hoch greifen. Und es gibt Perspektive: Mit B&W steht eine dritte, sehr renommierte Marke im selben Konzernumfeld, was das Potenzial des Systems noch größer macht.

Ins Sortiment: HEOS System

BluOS (Bluesound, NAD, Lyngdorf, Dali, Roksan)

BluOS ist das offenste der drei – und für viele klangbewusste Hörer deshalb das spannendste. Es ist nicht an eine Marke gebunden, sondern findet sich in einer ganzen Reihe angesehener Namen wieder: Bluesound liefert die klassischen Multiroom-Bausteine – eine breite Palette an Streamern und aktiven Lautsprechern –, während NAD, Lyngdorf, Dali und Roksan das System bis weit in den hochwertigen HiFi-Bereich tragen.

Damit vereint BluOS zwei Dinge, die sonst selten zusammenkommen: die Bequemlichkeit eines fertigen Multiroom-Systems und die Freiheit, klanglich fast beliebig nach oben zu gehen und dabei zwischen Marken zu wählen. Hi-Res-Wiedergabe ist selbstverständlich. Wer Multiroom will, aber beim Klang keine Kompromisse machen möchte, findet hier das durchdachteste offene System.

Ins Sortiment: BluOS System

Diese drei passen zu dir, wenn: dir Klang wirklich wichtig ist, du Hi-Res hören willst und dir vorstellen kannst, über die Jahre nach oben auszubauen. MusicCast, wenn du in der Yamaha-Welt zu Hause bist; HEOS, wenn dich die Denon/Marantz-Bandbreite bis in den Premium-Bereich reizt; BluOS, wenn dir Offenheit und Markenauswahl am wichtigsten sind.

WiiM – der Newcomer mit Ansage

WiiM ist der jüngste im Feld – und der, der gerade am meisten Bewegung reinbringt. Angefangen hat die Marke mit kleinen, extrem preisaggressiven Streamern und Verstärkern, deren Zweck klar war: eine bestehende Anlage streaming- und multiroomfähig machen, ohne viel Geld auszugeben.

Das Bemerkenswerte daran: Trotz der niedrigen Preise ist die Verarbeitung überraschend hochwertig, und die App gehört für das Geld zum Besten, was man bekommt. WiiM liefert damit einen sehr günstigen und trotzdem soliden Einstieg ins Thema.

Inzwischen wächst das Ökosystem: Es gibt eigene kleine Multiroom-Lautsprecher und eine Soundbar, und man darf davon ausgehen, dass in den nächsten Jahren noch einige Produkte und Kategorien dazukommen. Praktisch außerdem: Auch Geräte von Audio Pro lassen sich in die WiiM-Welt integrieren, was die Auswahl über die eigene Marke hinaus erweitert.

WiiM passt zu dir, wenn: du preisbewusst einsteigen und vor allem eine vorhandene Anlage streamingfähig machen willst – und dabei ein System wählen möchtest, das gerade spürbar wächst.

Ins Sortiment: Wiim System

Die Spezialisten und die offenen Wege

Neben den fünf klassischen Systemen gibt es noch zwei Wege, die für bestimmte Leute genau richtig sind.

Die Spezialisten: Devialet, Cabasse, Revox

Einige Hersteller bieten Multiroom über ihre eigenen Lautsprecher an, ohne ein vollständiges Ökosystem drumherum aufzubauen. Devialet und Cabasse etwa können mit ihren Lautsprechern durchaus mehrere Räume bespielen – was ihnen fehlt, sind die ergänzenden Bausteine, die die großen Systeme mitbringen: Verstärker, Streamer, Soundbars und so weiter. Revox spielt vor allem im Projektbereich eine Rolle, also bei durchdacht geplanten Installationen.

Für wen das passt: für alle, die den klanglichen oder gestalterischen Anspruch dieser Marken lieben und Multiroom als schönes Extra mitnehmen – nicht als System, das später in jede erdenkliche Richtung wachsen soll.

Die offenen Protokolle: AirPlay, Chromecast, Roon

Es muss nicht immer ein geschlossenes System sein. Viele Aktivlautsprecher und Streaming-Geräte können Multiroom auch über offene Protokolle – über AirPlay (in der Apple-Welt), Chromecast (Google) oder Roon (für anspruchsvolle Musikverwaltung). Damit lassen sich Geräte verschiedener Hersteller zu einem lockeren Multiroom-Verbund zusammenbinden.

Der Reiz: maximale Freiheit, keine Bindung an eine Marke, freie Gerätewahl. Der Preis: Diese Wege sind oft etwas weniger nahtlos und komfortabel als ein durchgängiges System, und der Funktionsumfang hängt vom jeweiligen Protokoll ab. Für alle, die sich nicht festlegen wollen und ihre Geräte lieber selbst zusammenstellen, ist das aber ein sehr attraktiver Weg. Aktiv oder passiv: Welche Lautsprecher passen zu dir? · Aktivlautsprecher

Die vier Kriterien, die wirklich zählen

Wenn du die Systeme gegeneinander abwägst, kommt es vor allem auf diese vier Punkte an.

Klang. Hier trennt sich am deutlichsten die Spreu vom Weizen. Sonos und WiiM sind solide, aber auf den Alltag ausgelegt. Wer das Maximum will, findet es bei den Audiophilen – MusicCast, HEOS und vor allem BluOS mit seinen hochwertigen Markenpartnern – und bei den Spezialisten. Wenn Klang für dich das Hauptkriterium ist, schau zuerst dorthin.

Langlebigkeit. Ein Multiroom-System ist eine langfristige Entscheidung. Wichtig ist, dass der Hersteller sein System über Jahre pflegt und weiterentwickelt. Die etablierten Systeme haben das über lange Zeit bewiesen; bei einem jungen wie WiiM ist die Dynamik hoch, die Historie naturgemäß noch kurz.

Erweiterbarkeit. Wie weit kannst du ausbauen, und wie hoch kannst du greifen? Hier spielen die offenen und breit aufgestellten Systeme ihre Stärke aus: BluOS mit seiner Markenvielfalt, HEOS mit der Spanne von Denon bis Marantz-Premium, MusicCast mit der Yamaha-Gesamtwelt. Sonos ist breit, aber nach oben klar gedeckelt.

Bedienung. Im Alltag entscheidend. Sonos ist hier der Maßstab für Einfachheit, WiiM überrascht für den Preis, die Audiophilen sind komfortabel und dabei funktionsreicher. Eine gute App ist mehr wert als ein zusätzliches Feature auf dem Karton.

Und die Sprachassistenten? Alexa und Co. sind bei einigen Systemen integriert. Für die meisten Kunden ist das eher ein Nebenaspekt als ein Entscheidungsgrund – erwähnenswert, aber selten ausschlaggebend. Wenn es dir wichtig ist, prüfe gezielt, welches System deinen bevorzugten Assistenten unterstützt.

Kann ich Systeme kombinieren?

Kurz: Innerhalb eines Systems ja, systemübergreifend kaum. Zwei verschiedene geschlossene Systeme spielen nicht synchron zusammen – ein Sonos-Lautsprecher und ein MusicCast-Gerät bilden keinen gemeinsamen Verbund.

Die Brücke sind die offenen Protokolle: Können mehrere deiner Geräte alle AirPlay oder Chromecast, lassen sie sich darüber lose koppeln, auch über Systemgrenzen hinweg. Der Komfort eines durchgängigen Systems ist das aber nicht ganz.

Deshalb der ehrliche Rat: Leg dich bewusst fest. Genau deshalb ist die Systemwahl am Anfang so wichtig – ein späterer Wechsel bedeutet, die Hardware weitgehend zu ersetzen, und das ist der teuerste Weg. Lieber vorne einmal richtig überlegen als hinten zweimal kaufen.

Für wen was passt

Du willst maximale Bequemlichkeit und einen Namen, den du kennst.Sonos. Einfach, ausgereift, breit – solange dir „klanglich gut" reicht und du im geschlossenen System bleiben magst.

Dir ist Klang wichtig und du willst Hi-Res. → Die Audiophilen. MusicCast, HEOS oder BluOS – hier geht es klanglich nach oben, wo Sonos aufhört.

Du willst nach oben ausbauen können und Markenfreiheit.BluOS. Das offenste System, von Bluesound bis in den High-End-Bereich mit NAD, Lyngdorf, Dali und Roksan.

Du lebst schon in der Yamaha- oder Denon/Marantz-Welt.MusicCast bzw. HEOS. Beide binden dein vorhandenes Setup nahtlos ein und reichen bei HEOS bis in den Premium-Bereich.

Du willst günstig einsteigen oder eine bestehende Anlage streamingfähig machen.WiiM. Preisaggressiv, überraschend hochwertig, wächst schnell.

Du liebst eine bestimmte Marke und willst Multiroom als schönes Extra. → Die Spezialisten wie Devialet oder Cabasse. Tolle Lautsprecher mit Multiroom-Fähigkeit, ohne das volle Zubehör-Ökosystem.

Du willst dich nicht festlegen und selbst zusammenstellen. → Die offenen Protokolle. AirPlay, Chromecast oder Roon binden Geräte verschiedener Hersteller zu einem lockeren Verbund – maximale Freiheit, etwas weniger Komfort.

Am besten: einmal selbst hören und anfassen

So sortiert dieser Überblick auch ist – die Entscheidung fällt leichter, wenn du die Systeme einmal in echt erlebst: wie die App sich anfühlt, wie es klingt, wie schnell die Räume gruppiert sind. Bei uns kannst du die verschiedenen Systeme nebeneinander erleben und vergleichen.

Und weil Multiroom eine langfristige Entscheidung mit vielen Möglichkeiten ist, lohnt sich hier ein Gespräch besonders: Erzähl uns, wie viele Räume du bespielen willst, was du hörst, welche Geräte du schon hast und wie wichtig dir Klang gegenüber Bequemlichkeit ist. Daraus lässt sich das passende System schnell eingrenzen.

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Häufige Fragen

Was ist der wichtigste Punkt bei der Multiroom-Wahl?

Das System, nicht der einzelne Lautsprecher. Es legt fest, was du später dazukaufen kannst, wie es klingt und wie weit du ausbauen kannst. Ein Systemwechsel später ist teuer, weil er fast die ganze Hardware betrifft.

Ist Sonos nicht das beste Multiroom-System?

Sonos ist das bekannteste und eines der bequemsten – aber „bestes" hängt davon ab, was du suchst. Für Komfort und Einfachheit ist es hervorragend. Geht es dir um Klang, Hi-Res oder den Ausbau in den hochwertigen Bereich, sind die audiophilen Systeme wie BluOS, HEOS und MusicCast oder die Spezialisten die interessantere Wahl.

Kann ich verschiedene Systeme miteinander verbinden?

Innerhalb eines Systems ja, zwischen zwei geschlossenen Systemen praktisch nicht. Über offene Protokolle wie AirPlay oder Chromecast lassen sich Geräte verschiedener Hersteller aber lose koppeln.

Welches System klingt am besten?

Tendenziell die audiophilen und die spezialisierten Lösungen – BluOS mit seinen hochwertigen Markenpartnern, HEOS bis in den Marantz-Premiumbereich, MusicCast in der Yamaha-Welt, dazu Spezialisten wie Devialet oder Cabasse. Sonos und WiiM sind solide, aber auf den Alltag ausgelegt.

Lohnt sich WiiM trotz der niedrigen Preise?

Ja. WiiM ist für sein Preisniveau erstaunlich hochwertig verarbeitet und ideal, um eine bestehende Anlage streaming- und multiroomfähig zu machen. Das Ökosystem ist noch jung, wächst aber schnell.

Brauche ich für Multiroom spezielle Lautsprecher?

Nicht zwingend. Viele Systeme bieten eigene Aktivlautsprecher, aber mit einem Streamer oder Verstärker aus dem jeweiligen System kannst du oft auch vorhandene Lautsprecher oder eine bestehende Anlage einbinden.

Kann ich Multiroom auch mit meiner bestehenden HiFi-Anlage nutzen?

Ja. Genau dafür gibt es Streamer und Streaming-Verstärker – bei Sonos, WiiM und den audiophilen Systemen gleichermaßen. Sie machen deine vorhandene Anlage zum Teil des Multiroom-Verbunds.


Autor: Frank Buck

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