Was bekommt man heute eigentlich für rund 1.000 Euro an kompletter HiFi-Anlage? Und wie schlagen sich dabei zwei sehr unterschiedliche Ansätze gegeneinander: einmal aktive Lautsprecher, die ihren Verstärker gleich mitbringen und nur noch einen kleinen Streamer brauchen – einmal passive Boxen, angetrieben von einem cleveren Streaming-Verstärker? Genau diese Frage haben wir uns gestellt und beide Wege direkt gegeneinander gehört.

Auf der einen Seite die aktiven KEF Coda W, die ihren Verstärker gleich mitbringen und nur noch einen kleinen Streamer brauchen. Auf der anderen die passiven DALI Kupid, angetrieben vom Eversolo Play, der Streamer und Verstärker in einem einzigen Gehäuse vereint. Zwei komplette Anlagen, ähnliches Budget, komplett verschiedene Philosophien – und so viel sei verraten: Beide machen für ihr Geld richtig Spaß.

KEF Coda W in Dark Titanium von vorne und hinten
DALI Kupid in Chilly Blue im Wohnraum

Kurzfazit: Für wen welche Anlage?

KEF Coda W + WiiM Pro

Für alle, die maximal aufgeräumt wohnen und den großen, raumfüllenden Auftritt suchen. Zwei aktive Boxen, ein winziger Streamer, fertig. Wer eine breite Bühne und ordentlich Druck untenrum möchte, ist hier goldrichtig.

DALI Kupid + Eversolo Play

Für Genießer, die es warm, natürlich und ehrlich mögen, viel selbst einstellen wollen und einen echten HiFi-Baustein mit großem Display auf dem Sideboard schätzen.

Inhalt

Die Kandidaten im Überblick

Bevor wir ins Hören einsteigen, lohnt ein Blick auf die Konzepte. Denn so ähnlich der Preis, so unterschiedlich der Aufbau: Einmal steckt der Verstärker in den Lautsprechern, einmal im Quellgerät. Das macht schon vom Grundgedanken her zwei sehr verschiedene Anlagen.

KEF Coda W – der aktive All-in-One-Lautsprecher

Die KEF Coda W ist ein aktiver HiFi-Lautsprecher, der die komplette Verstärkung schon im Gehäuse trägt. Herzstück ist der bekannte 13-cm-Uni-Q-Treiber der 12. Generation, bei dem der 25-mm-Aluminium-Hochtöner im akustischen Zentrum der Tief-/Mitteltonmembran sitzt – eine Punktschallquelle, die für eine gleichmäßige Verteilung im Raum sorgt. Die kombinierte Systemleistung liegt bei 200 Watt: Pro Box stehen 70 Watt für den Tief-/Mittelton und 30 Watt für den Hochton zur Verfügung, jeweils in Class D.

Angeschlossen wird über Bluetooth 5.4 mit aptX Adaptive und aptX Lossless, dazu kommen reichlich Kabeleingänge: HDMI ARC, optisch, USB-C, Cinch Line und sogar ein Phono-Eingang MM für den direkten Anschluss eines Plattenspielers. Der Preis liegt bei 899 Euro pro Paar – und die Coda W gibt es in fünf Farben: Vintage Burgundy, Nickel Grey, Moss Green, Midnight Blue und Dark Titanium. Die Besonderheit: Man braucht nur noch eine Quelle, sonst nichts. Wenn Bluetooth und HDMI ausreichen, sind sogar nur die Lautsprecher notwendig.

KEF Coda W in allen Farbvarianten

WiiM Pro – der kompakte Streamer als Zuspieler

Damit die Coda W übers Internet streamen kann, kommt bei uns der WiiM Pro als Quelle zum Einsatz – ein erstaunlich kleiner Streamer mit 140 × 140 × 42 Millimetern und rund 400 Gramm Gewicht, der für seinen Preis von 179 Euro einen riesigen Funktionsumfang mitbringt. Sein TI-Stereo-DAC PCM5121 gibt Hi-Res-Audio bis 192 kHz/24 Bit aus, gesteuert wird komplett über die WiiM-Home-App und das Smartphone – ein Display braucht der WiiM nicht.

An Diensten und Protokollen ist praktisch alles dabei: Spotify Connect, TIDAL Connect, Qobuz Connect, Amazon Music, Deezer, AirPlay 2, Chromecast, Roon Ready und UPnP/DLNA. An der Rückseite gibt es analoge Cinch-Ein- und -Ausgänge sowie optische und koaxiale Digitalausgänge. Der Ausgang lässt sich per App zwischen fixem und geregeltem Pegel umschalten. So übergibt der WiiM das Signal sauber an die aktiven Boxen.

WiiM Pro mit den unterstützten Musik-Streamingdiensten

DALI Kupid – der kompakte Passivlautsprecher mit großem Klang

Die DALI Kupid ist ein passiver Zwei-Wege-Kompaktlautsprecher mit Bassreflexprinzip aus Dänemark und mit 169 Euro pro Stück beziehungsweise 338 Euro pro Paar das Schnäppchen der Runde. Trotz der winzigen Maße von 14 × 23,7 × 19,5 Zentimetern steckt hier ein ausgewachsenes HiFi-Konzept drin: ein 4½-Zoll-Tief-/Mitteltöner und eine 26-mm-Gewebekalotte, getrennt bei 2.100 Hertz. Mit 4 Ohm Nennimpedanz lässt sie sich von praktisch allen Verstärkern gut antreiben, empfohlen wird eine Verstärkerleistung von 40 bis 120 Watt.

Die Kupid gibt es in fünf Farben, wobei Bassmembran und Bespannung jeweils farblich angepasst sind – ein echter Hingucker, gerade in Goldgelb oder Chilly Blue. Und die Bespannung hält magnetisch, alles andere als selbstverständlich in dieser Klasse.

DALI Kupid in allen verfügbaren Farbvarianten

Eversolo Play – Streamer und Verstärker in einem

Der Gegenpart zum WiiM ist bei dieser Anlage der Eversolo Play – ein Streaming-Verstärker, der Quelle und Endstufe in einem CNC-gefrästen Aluminiumgehäuse vereint und mit 699 Euro zu Buche schlägt. Seine Class-D-Endstufe mit PurePath Ultra HD liefert 60 Watt an 8 Ohm beziehungsweise 110 Watt an 4 Ohm pro Kanal – genau das richtige Futter für die Kupid. Als Wandler arbeitet der Premium-DAC AKM AK4493SEQ mit Velvet Sound, der Stereo-DSD512 und PCM bis 768 kHz/32 Bit über USB verarbeitet.

Das Highlight im Alltag ist das große 5,5-Zoll-HD-Touchdisplay, das man auch aus einigen Metern Entfernung noch gut ablesen kann. Gesteuert wird wahlweise direkt am Gerät oder per Eversolo-Control-App für iOS, Android und iPad. An Diensten sind TIDAL Connect, Qobuz Connect, HIGHRESAUDIO, Amazon Music und mehr an Bord, dazu Roon Ready, Spotify Connect und DLNA. Anschlussseitig ist der Play üppig bestückt: HDMI ARC, optisch, koaxial, analoger Line-In, ein MM/MC-Phono-Eingang, Subwoofer-Ausgang, Gigabit-LAN und USB 3.0. Und wer möchte, kann per App aus der Anlage klanglich noch einiges herausholen – vom 15-Band-Grafik-EQ bis zur Raumkorrektur.

Eversolo Play Streaming-Verstärker mit großem Farbdisplay

Der größte Unterschied zur KEF-Lösung springt sofort ins Auge: Beim Eversolo hat man mit dem großen Display ein echtes HiFi-Gerät vor sich, das man bedienen kann, ohne zum Handy zu greifen. Die WiiM-Coda-Kombination setzt dagegen konsequent auf das Smartphone und verschwindet dadurch fast gänzlich aus dem Blick.

Unsere Musikempfehlung

Bevor wir loslegen, wie immer unsere Musiktipps. Der erste führt zu Maya Fadeeva und ihrem Song „For You“. Entdeckt haben wir sie eher zufällig über den noch recht neuen Nica Jazzclub am Hamburger Rathaus – und waren sofort begeistert. Musik für richtig gute Laune, die einem direkt ins Ohr geht.

Der zweite Tipp ist etwas älter, aber ein echter Prüfstein für jede Anlage: „Children of Sanchez“ von Chuck Mangione und Don Potter aus dem Jahr 1978. Rund 14 Minuten lang, wie es damals oft üblich war – am Anfang ruhig mit Gitarre, dann geht es nach etwa vier Minuten so richtig los. Ein Titel, der sich Zeit nimmt und dabei jede Menge Dynamik und Raum entfaltet.

Die Testkette

Wichtig für den Vergleich: Beide Anlagen sind hier praktisch komplett in sich geschlossen. Bei der KEF-Anlage spielt der WiiM Pro als Streamer und übergibt an die aktiven Coda W, die die Verstärkung selbst übernehmen. Bei der DALI-Anlage streamt und verstärkt der Eversolo Play und treibt damit die passiven Kupid an. Um fair zu bleiben, haben wir beim Eversolo bewusst nichts an den Klangeinstellungen manipuliert – das Gerät lief in völlig neutraler Einstellung. Da ginge klanglich noch einiges, aber für den Vergleich wollten wir beide Anlagen so neutral wie möglich hören.

Der Hörvergleich nach Kriterien

Bass & Dynamik

Hier zeigt sich der deutlichste Unterschied – und er fällt je nach Titel unterschiedlich aus. Die Coda W spielt kräftig und bassstark, der Tiefton ist immer schön präsent, aber nie übertrieben. Für die kompakte Gehäusegröße ein wirklich voller, raumfüllender Auftritt. Die Kupid am Eversolo geht etwas unaufgeregter zu Werke, klingt aber keineswegs ausgedünnt: Bei bassbetonten Stücken war der Tiefton überraschend intensiv und wirklich richtig gut da. Beim Kickbass kam der Punch bei beiden Anlagen schön heraus. Spannend: Bei einem der Stücke arbeitete die Kupid eine Bassgitarre im Hintergrund so schön heraus, dass daraus ein richtiger Groove entstand – ein Detail, das der KEF etwas fehlte.

Stimmen & Mitten

Die Coda W stellt Stimmen sehr sauber in die Mitte und spielt insgesamt breit auf. Die Kupid geht die Mitten wärmer und natürlicher an – sie interpretiert weniger und gibt die Musik einfach so wieder, wie sie ist. Ganz souverän, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Diese unaufgeregte, ehrliche Art ist dabei ausdrücklich positiv gemeint: Stimmen klingen angenehm und glaubwürdig.

Bühne & Räumlichkeit

Die Coda W profitiert hier klar vom Uni-Q-Prinzip und spielt sehr breit und groß auf – Stimmen stehen sauber mittig, das Klangbild öffnet sich weit nach außen. Auch die Kupid stellt die einsetzenden Instrumente schön räumlich dar und erzeugt eine echte Bühne, in die man hineinhört, statt in einen Schlauch. Natürlich ist das nicht die präzise, in die Tiefe gestaffelte Abbildung, die man von 10.000-Euro-Lautsprechern kennt – aber für diese Preisklasse machen beide Anlagen ihre Sache richtig gut. Die KEF hat beim Aufspielen in die Breite die Nase leicht vorn.

Auflösung & Detail

Beide Anlagen lösen für ihr Geld erstaunlich fein auf. Die Kupid erwies sich als überraschend detailreich und arbeitet feine Nuancen – etwa das Anschlagen einer Trommel zum Titelende – sehr schön und natürlich heraus. Die KEF-Anlage wirkt in der Abstimmung einen Tick klarer und präziser. Das sind aber Nuancen; einen echten Verlierer gibt es beim Thema Detail nicht.

Kurz gesagt: Der eine sagt, ich will nur noch aktiv – und ist mit der Coda W bestens bedient. Der andere findet bei der Kupid am Eversolo genau den Groove und die Wärme, die ihn packt. Am Ende ist es eine Geschmacksfrage.

Diese Unterschiede hört man am besten selbst. Vereinbart einen Beratungstermin und hört beide Anlagen in Ruhe bei uns im Studio.

Verarbeitung & Optik

Beide Lautsprecher spielen bei der Verarbeitung über ihrer Preisklasse. Die KEF Coda W verkörpert mit klaren, geraden Linien eine zeitlose, minimalistische Eleganz und verbindet Vintage-Charme mit moderner Zurückhaltung. Das Gehäuse ist sauber gefertigt, das Anschlussfeld aufgeräumt, die fünf gedeckten Farben fügen sich elegant in nahezu jeden Wohnraum ein. Ein drei Meter langes Inter-Lautsprecher-Kabel liegt bei; für flexible Aufstellung gibt es optional ein acht Meter langes C-Link-Kabel sowie den passenden SQ1-Standfuß.

Die DALI Kupid punktet mit einem frisch-frechen, farbenfrohen Auftritt – hier sind Bassmembran und Bespannung farblich angepasst, was den kleinen Boxen einen ganz eigenen Charakter verleiht. Gehäuse und Schallwand bestehen aus stabilem, resonanzarmem MDF, die Verarbeitungsqualität reicht deutlich über die Preisklasse hinaus. Das Single-Wire-Terminal ist Banana-tauglich und wertiger als bei vielen Mitbewerbern, sogar Wandhalterungen liefert DALI mit. Die notwendigen Kompromisse beim Material sind erstaunlich gering und kaum spürbar.

Der Eversolo Play bringt als einziges Gerät im Testfeld echtes HiFi-Baustein-Feeling mit: massives CNC-Aluminium, großes Farbdisplay, satter Lautstärkeregler. Der WiiM Pro dagegen ist bewusst schlicht und winzig gehalten – er verschwindet fast, was zum aufgeräumten Gedanken der KEF-Anlage bestens passt.

Rückseite des WiiM Pro mit analogen und digitalen Anschlüssen
Rückseite des Eversolo Play mit Anschlussfeld und Lautsprecherklemmen

Gehört mit: „Letting Go“ von Sun Tailor · „Soul Swingin'“ von Richard Ferrell

Die technischen Daten im Vergleich

Lautsprecher

Merkmal KEF Coda W DALI Kupid
Bauart Aktiv, All-in-One Passiv, Kompaktlautsprecher
Prinzip Uni-Q-Punktschallquelle, Class-D-Verstärkung Dynamisch, 2-Wege, Bassreflex
Hochtöner 25 mm, Aluminiumkalotte 26 mm, Gewebekalotte
Tief-/Mitteltöner 130 mm, Magnesium/Aluminium 4½ Zoll
Trennfrequenz k. A. 2.100 Hz
Frequenzbereich 38 Hz–20 kHz bei −6 dB 63–25.000 Hz bei ±3 dB
Wirkungsgrad –, aktiv 83 dB, 2,83 V/1 m
Impedanz –, aktiv 4 Ohm
Leistung / Belastbarkeit Systemleistung 200 W: TT/MT 70 W + HT 30 W je Box, Class D Empfohlene Verstärkerleistung 40–120 W
Max. Schalldruckpegel 102 dB 103 dB
Anschlüsse HDMI ARC, optisch, USB-C, Cinch Line, Phono MM, Bluetooth 5.4 mit aptX Adaptive/Lossless, Subwoofer-Ausgang Single-Wire-Terminal
Farben Vintage Burgundy, Nickel Grey, Moss Green, Midnight Blue, Dark Titanium 5 Farben, unter anderem Goldgelb, Chilly Blue, Schwarz, Weiß und Walnuss
Abmessungen H×B×T 285 × 168 × 268 mm je Box 237 × 140 × 195 mm je Box
Gewicht 11,3 kg, System 2,9 kg je Box
Preis pro Paar 899 € 338 €, 169 € pro Stück

Streamer / Streaming-Verstärker

Merkmal WiiM Pro Eversolo Play
Gerätetyp Streamer Streaming-Verstärker
Leistung pro Kanal –, kein Verstärker 60 W an 8 Ohm / 110 W an 4 Ohm, Class D
Formate/Auflösung MP3, AAC, ALAC, APE, FLAC, WAV, WMA, OGG; bis 192 kHz/24 Bit DSD, MP3, APE, WAV, FLAC, AIF, AIFF, AAC; USB-Ausgang bis DSD512 / PCM 768 kHz/32 Bit
Streaming Spotify Connect, TIDAL Connect, Qobuz, Amazon Music, Deezer, AirPlay 2, Chromecast, Roon Ready, UPnP/DLNA TIDAL, Qobuz, HIGHRESAUDIO, Amazon Music und weitere; Roon Ready, Spotify Connect, TIDAL Connect, Qobuz Connect, DLNA
Eingänge Line-In Cinch, optisch S/PDIF HDMI ARC, optisch, koaxial, Line-In Cinch, Phono MM/MC, Bluetooth 5.3
Ausgänge Line-Out Cinch, optisch, koaxial Lautsprecherklemmen, koaxial, Subwoofer-Ausgang 40–500 Hz, USB-Audio bis DSD512 / PCM 768 kHz
DAC TI PCM5121 AKM AK4493SEQ, 32 Bit, Velvet Sound
Display Nein, App-Steuerung 5,5-Zoll-LCD-Touchscreen
App WiiM Home für iOS und Android Eversolo Control für iOS, Android und iPad
Netzwerk Dual-Band-WLAN, Ethernet 100M Gigabit-LAN, Dual-Band-WLAN 2,4/5 GHz, USB 3.0
Abmessungen H×B×T 42 × 140 × 140 mm 75 × 230 × 230 mm
Gewicht ca. 400 g 2,6 kg
Preis 179 € 699 €

Fazit: Für wen was?

Das Schöne an diesem Vergleich: Es gibt keinen erzwungenen Sieger. Beide Anlagen liegen bei rund 1.000 Euro und liefern dafür ein Klangerlebnis, das vor 30 Jahren undenkbar gewesen wäre – und beide machen richtig Spaß. Die Entscheidung fällt weniger über die reine Qualität als über Konzept, Klangcharakter und den eigenen Hörtyp.

Wer die aufgeräumte Lösung sucht und den großen, breiten Auftritt liebt, ist mit der KEF Coda W plus WiiM Pro bestens bedient. Zwei aktive Boxen, ein winziger Streamer, Steuerung komplett übers Handy – kaum etwas steht im Raum, und trotzdem bekommt man einen kräftigen Bass, viel Druck untenrum und eine weit aufgespannte Bühne. Diese Anlage klingt eine Spur klarer und präziser abgestimmt und passt zu allen, die Wert auf Souveränität und maximale Wohnraumfreundlichkeit legen. Der Trade-off: Ohne Smartphone läuft wenig, und ein sichtbares Bediengerät fehlt.

Wer es dagegen warm, natürlich und mit dem gewissen Groove mag, greift zur DALI Kupid am Eversolo Play. Die Kupid spielt unaufgeregt, ehrlich und überraschend detailreich, arbeitet Basslinien und feine Nuancen schön heraus und bringt für ihre winzige Größe enorm viel Freude. Dazu kommt der Eversolo als vollwertiger HiFi-Baustein mit großem Display, riesigem Funktionsumfang und der Möglichkeit, per EQ und Raumkorrektur noch viel aus der Anlage herauszuholen. Der Trade-off gegenüber der KEF: Man hat zwei getrennte Boxen plus Gerät statt einer reinen Aktivlösung – und braucht für die Kupid einen Platz auf Ständern oder Sideboard.

Unterm Strich: Aktiv mit kompakter Streamingquelle gegen passiv mit Streaming-Verstärker – zwei Wege, ein Budget, beide grandios für ihr Geld. Welcher der richtige ist, entscheidet am Ende das eigene Ohr.

Video zum Test

Wir haben zu diesem Vergleich auch ein Video gedreht – schaut gern rein, dort hört ihr die Unterschiede in Ruhe selbst und seht beide Anlagen im direkten Gegenüber.

Häufige Fragen

Was kostet die komplette Anlage jeweils?

Die KEF-Anlage mit Coda W für 899 Euro und WiiM Pro für 179 Euro liegt bei rund 1.080 Euro. Die DALI-Anlage mit Kupid für 338 Euro und Eversolo Play für 699 Euro kommt auf rund 1.040 Euro.

Brauche ich bei der KEF Coda W noch einen Verstärker?

Nein. Die Coda W ist ein Aktivlautsprecher und bringt die Verstärkung schon mit. Man braucht nur noch eine Quelle – bei uns den WiiM Pro als Streamer.

Warum bei der DALI Kupid ein Streaming-Verstärker?

Die Kupid ist ein Passivlautsprecher und braucht einen Verstärker. Der Eversolo Play vereint Streamer und Endstufe in einem Gerät – das spart einen separaten Baustein und liefert mit 110 Watt an 4 Ohm reichlich Leistung für die Kupid.

Kann ich einen Plattenspieler anschließen?

Ja, bei beiden Anlagen. Die KEF Coda W hat einen Phono-Eingang MM, der Eversolo Play sogar einen MM/MC-Phono-Eingang. Ein Plattenspieler lässt sich also jeweils direkt anschließen.

Ist 1.000 Euro wirklich noch Einstieg?

Ja. Rechnet man eine vernünftige Einstiegsanlage von 1992 mit der Inflation hoch, landet man bei einem ähnlichen Betrag – bei heute deutlich mehr Möglichkeiten und sehr gutem Klang. Ein guter HiFi-Einstieg ist heute eher leichter machbar als früher.

Jetzt selbst vergleichen

Beide Anlagen stehen bei uns in der Ausstellung und lassen sich in Ruhe vergleichen. Bringt gern eure eigene Musik mit: Wir buchen euch ins WLAN ein oder geben euch ein Tablet, damit ihr eure Lieblingstitel über beide Anlagen hören könnt. Wir bauen die Kombinationen für euch auf und nehmen uns Zeit, damit ihr genau die Anlage findet, die zu euch passt.


Ein Testbericht von Hajo Acker & Eric Schmidt

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